Nur wenige Gitarristen haben der Rockmusik einen so tiefen Stempel aufgedrückt wie Slash, der legendäre Leadgitarrist von Guns N’ Roses. Lange bevor es Stadiontourneen und internationalen Ruhm gab, war er ein Junge in Los Angeles, umgeben von Musik und Kreativität. Seine Mutter arbeitete beim Film als Kostümdesignerin, sein Vater war Künstler, und ihr Zuhause war voller Schallplatten. Darunter befand sich auch das zweite Album von Led Zeppelin – eine Platte, die seinen Weg prägen sollte und noch heute in seinem Spiel nachhallt.
Slash hat „Led Zeppelin II“ oft als eines der wichtigsten Alben seiner Jugend bezeichnet. Er war fasziniert vom rauen Sound der Band, vor allem von Jimmy Pages Gitarrenarbeit. Songs wie „Moby Dick“ und „Whole Lotta Love“ versprühten eine Intensität, die ihn beeindruckte, lange bevor er selbst eine Gitarre in die Hand nahm. Als es schließlich so weit war, kehrte der Einfluss dieser Platte umso stärker zurück und formte seinen Stil und seine Ziele.
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Ein Echo über Generationen hinweg
In einem Interview von 2010 erklärte Slash, dass die Platte ihn nach wie vor stark beeinflusste, selbst als er längst ein etablierter Gitarrist war. Fast zehn Jahre später hob er „Whole Lotta Love“ als den Song hervor, der ihn am nachhaltigsten geprägt habe und dessen Wirkung er als beinahe unterschwellig beschrieb. Erst als er anfing, eigene Musik zu schreiben und aufzuführen, sei ihm das ganze Ausmaß bewusst geworden.
Für deutsche Fans ist dieser Einfluss leicht zu erkennen. Guns N’ Roses, Stammgäste auf Festivals von Rock am Ring bis zum Münchner Olympiastadion, tragen in ihrem Sound deutliche Echos von Zeppelins Intensität. Slashs Geschichte zeigt, wie eine britische Band der späten Sechziger einen der prägenden Gitarristen Amerikas inspirierte – und wie diese Klänge bis heute auf beiden Seiten des Atlantiks nachhallen.

